STUART STADLER ARCHITEKTEN
Zum Jahreswechsel – ein paar Gedanken über das Bauen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Bauherren und Architekturinteressierte,
wieder geht ein Jahr zu Ende. Zeit, kurz innezuhalten – bevor die ersten Entwürfe des neuen Jahres auf dem Tisch liegen.
2025 war kein einfaches Jahr für das Bauen. Die Zinsen, die Kosten, die Vorschriften, die Unsicherheit. Manches Projekt wurde verschoben, manches verkleinert, manches aufgegeben. Und doch: Es wurde gebaut. Nicht immer das Richtige, nicht immer am richtigen Ort, aber auch Häuser, die bleiben werden. Die in zwanzig, dreißig Jahren noch etwas erzählen.
Ich frage mich manchmal, was von unserer Zeit übrig bleibt. Nicht die Renderings, nicht die Zertifikate. Vielleicht eine Türklinke, die gut in der Hand liegt. Ein Fenster, das den Morgenhimmel rahmt. Eine Fuge, die nach Jahren noch sitzt. Die kleinen Dinge, die niemand sieht und die doch den Unterschied machen zwischen einem Gebäude und einem Zuhause.
Das Bild, das ich dieser Mail beilege, zeigt ein Haus, das wir in diesem Jahr fertigstellen durften ≫Link zum Projekt≪. Holz auf Stein, Satteldach, Nordhang. Nichts Spektakuläres. Aber vielleicht genau das: Ein Haus, das nicht spektakulär sein will. Das einfach da ist und sicherlich noch da sein wird, wenn wir alle längst andere Sorgen haben.
Ich wünsche Ihnen und Euch ein Jahr, in dem das Wesentliche gelingt. In dem weniger geredet und mehr gebaut wird – und zwar das, was es braucht. Nicht mehr, nicht weniger.
Gesundheit, Zuversicht und hin und wieder ein Raum, der einen still werden lässt.
Herzlich,
Ihr Stuart Stadler
